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Siegerringwettbewerb - Montauban – die attraktivsten Riesen im Taubenreich – Hand drauf!

vor 1 Tag
12 Min. Lesezeit

 

Montauban - Ihre Rasse!

Siegerringwettbewerb 2026 hier in Leipzig!

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie, liebe Züchter zu uns in den Bereich des Siegerringwettbewerbes vorbeischauen und sich über unsere schöne Rasse informieren lassen! Viel Freude hier am Traditionsstandort der Rassegeflügelzucht in Leipzig!

 

Die Wuchtigkeit und offensichtliche Kraft sind beachtlich, deswegen "Riesentauben". Diese Eigenschaften lassen die Verwandtschaft zur bekannteren Römertaube erahnen, doch gibt es eine Vielzahl von Unterschieden.

Der Taubenzüchterwelt unsere Montaubantauben etwas näher zu bringen und einige Tipps zur Haltung und Zucht zu geben, optimalerweise sogar Sie zur Zucht unserer Rassen zu begeistern, soll Anlass dieses Artikels sein. Die Tiere werden überaus schnell zutraulich und sind auch sehr gut im Freiflug (Freilauf) zu halten. Kaum eine andere Rasse ist für Gartenfreilauf so geeignet! Die Zucht ist unerwartet nicht sonderlich schwierig. Durch intensive Auswahl auf Vitalität und Fruchtbarkeit sind auch diese Riesentauben sehr wohl in der Lage, selber ausreichend hochkarätige Nachzucht aufzuziehen. Die Tiere wirken viel mächtiger als sie schwer sind, ein Gutteil dieses Effektes wird durch die starke und weiche Befiederung erreicht. Alttiere können allerdings durchaus die 1500g überschreiten, dies sollte man bei Paarneuzusammenstellungen bedenken. Wenn Sie die Tiere beobachten und Nachzucht aufziehen sehen, werden Sie den Montauban die Treue halten!

 

Historie in Kürze

Montauban gibt es seit 1860, offiziell seit 1880. Ziel der Erzüchtung war die Fleischproduktion, heute legen wir mehr auf die wuchtige Erscheinung und den markanten Kopfmerkmalen wert. Ein weitsichtiger Züchter, der die Rasse fördern möchte, gibt beste Tiere ab und begleitet den Erwerber auch gerne weiterhin, dies praktizieren wir in unserem Sonderverein. Seit einigen Jahren hat sich viel zum Guten entwickelt, sogar konnten zu den beiden betreuten Rassen – Montauban und Ungarische Riesentauben auch die Saarlandtauben hinzugenommen werden, so etwas geht nur, wenn das Vereinsklima pssst.

Die Ahnen beider Rassen waren sicherlich auch einige derer der Römertaube und nicht zuletzt wird die Römertaube selbst entscheidenden Eingang gefunden haben. Zu nennen sind die bereits vor 2000 Jahren in Süd-West-Italien existierenden sogenannten "campanischen" Tauben, der aus Kairo stammenden Kairuantaube, die italienischen Monatsbrüter (große Tauben mit Kappe) und die Ausgang des 19. Jh. in die Römerzucht eingebrachten französischen Bagdetten. Auch wurden Deutsche Trommeltauben und Bucharen mit Erfolg zur Verbesserung der Haube eingestellt.

Züchter mit ausreichend materiellen Gütern konnten sich diese hochwertvollen Tiere leisten.  Leider unterlag die Entwicklung der Zuchtbasis, auch in diesem ohnehin doch als recht klein zu bezeichnenden Züchterkreis, großen Schwankungen. Dann kam die Zeit in welcher sich aus dem Hoch­zuchtgebiet, welches im Osten Deutschlands lag, die SZG Riesentauben und im Westen Deutschlands der SV der Züchter der Römer-, Montauban- und Ungarischen Riesentauben bil­dete. Beide Organisationen leisteten Großes für unsere Rasse, bis 1990 dann wieder ein SV für ganz Deutschland verantwortlich wurde.



Derzeitige Situation: Im Juni 1997 gründete sich der „Sonderverein der Züchter der Montauban- und Ungarische Riesentaube e.V.“, um diesen beiden Rassen mehr Förderung geben zu können. 2025 gesellten sich die Züchter der Saarlandtauben hinzu. Derzeit arbeiten wir daran, die drei Rassen wieder in den Focus der Züchterwelt zu bringen und jedem interessierten Züchter in unserem SV ein zu Hause geben zu können. Besonders herzlich willkommen sind Zuchtfreunde auch außerhalb Deutschlands! Wir haben unseren Sonderverein mit der JHV 2023 völlig neu aufgestellt, seither sind wir Züchter einer wachsenden, harmonischen Gemeinschaft und pflegen beste Kontakte zu anderen Züchtern in diesem Bereich. Alle bisherigen Dissonanzen konnten nachhaltig beigelegt werden, nun ziehen alle Züchter an einen Strang, wie es eigentlich auch normalerweise sein muß. Es wird Ihnen sicher viel geben, bei uns mitzumachen, melden Sie sich einfach bei uns, wir alle freuen uns sehr auf Dich!

Mit dem neuen EE-Standard ist international mehr Klarheit bei der Benotung unserer Rasse eingezogen. Montauban zu richten, traut sich nicht jeder PR zu, wenn da ein Auftrag kommt, bietet unser SV gerne Unterstützung an, auch stehen auf der Homepage entsprechende Richtempfehlungen, gerne senden wir das auch separat zu, wobei der Schwerpunkt auf die Hauptrassemerkmale gelegt werden sollte, dann kann schon einmal nicht viel schief gehen, dazu später.

Pinselfederchen, das sind auf dem Federende aufgesetzte pinselartige Feinfederchen, auch 12-16 Schwanzfedern sind nun auch in Deutschland als Rassemerkmale im Standard gestattet.

Da sich leider noch nicht viele Preisrichter mit Großrassen auskennen, darf sich niemand durch schwankende Noten verunsichern lassen. Das gibt es doch ohnehin bei anderen Rassen auch.

Raubvogelsicher - ein weiterer, sehr guter Grund für Montaubantauben! Eigentlich ist es völlig unverständlich, warum so wenige Züchter unter den heutigen Bedingungen sich mit Riesenrassen befassen?! Jeder kann sich einige Paare dieser schönen Tiere im Garten laufen lassen! Das geht auch mit vergleichsweise kleinen Ställen.

Ich halte Montauban schon viele Jahre auch im Freiflug. Meine kleineren Tauben werden immer mal wieder vom Raubvogel heimgesucht. Montauban wurden mir noch nie vom Greifvogel geschlagen, obwohl mein Standort viel und täglich von Habichten und Sperbern flankiert wird.

Scheinbar passen mit einer solchen Länge und eigenen Flügelspannweite von häufig über einem Meter, nicht mehr in das Beuteschema der Greifvögel hinein, Verlaß ist da aber nicht drauf. 

Nach dem Baden ist dann allerdings auch nicht viel mit Fliegen, die Einflüge und Nester sollten entsprechend sein. Dennoch sollte man die Tiere nicht unterschätzen, mit ein wenig Übung geht da doch noch einiges an Flugmanövern. Wenn ein Montauban eine große Runde knapp über den Dächern hinlegt, ist das schon beeindruckend, das hatte ich manch einem Tier nicht zugetraut.

Also, wer Tiere im Freiflug halten möchte, der Raubvogel oder die Katze des Nachbarn einem zusetzt, solle es einmal mit Montauban probieren – er wird seine Freude daran haben!!!

 

Die Hauptzuchtziele haben sich seit vielen Jahren gleich, auf diese müssen wir uns konzentrieren. Neben der Größe und Länge, der typischen backsteinähnlichen Form, vor allem die Kopfpunkte mit entsprechenden steilen Stirnanstieg und den Haubenmerkmalen. Dann kommt lange, lange nichts, dann wieder nichts und erst dann kann man über die anderen „Feinheiten“ reden.

Folgende Messwerte dienen zur Groborientierung:

Flügelspannweite 95 cm bis 105 cm, Körperbreite ca. 16 cm von Bug zu Bug, im Bürzelbereich immer noch gut 10 cm, Körpertiefe = Rückenansatz – Unterkante Brustbeinkammansatz mind. 12 cm, die vielen weichen Federn sollen die sichtbare Körpertiefe noch deutlich vergrößern. Die Länge von der Brust bis zum Schwanzende ab 40 cm, Gewicht einer ausgewachsenen, also zweijährigen Täubin sollte um 800g, beim Täuber um 1000g betragen. Jungtiere werden diese Masse häufig nicht schaffen, brauchen sie auch nicht. In den letzten Jahren haben wir da noch zulegen können, meine „Großen“ überbieten die Angaben bisweilen deutlich. Noch viel wichtiger als das Gewicht aber ist, dass die Größe entsprechend präsentiert wird.

Zeigt das Tier eine breite und tiefe Brust, geht in eine lange fast waagerechte Unterlinie über, wobei der Schwanz dann wieder leicht abfällt, ist unabhängig vom Gewicht schon fast alles in Ordnung.

Von oben auf das Tier geschaut, wirken unsere Rassen wie ein Backstein, Brust etwas breiter, Schwanz aber nur wenig schmaler.

Achtung: Im Mittepunkt stehen harmonische Tiere, welche erst im zweiten Lebensjahr ihre Endgröße erreichen.

Zuchtfreudigkeit ist für diese Rasse zum Erhalt unabdingbar. Jährige Tiere wirken zumeist noch etwas hochstehend und schmaler. Die Brust scheint noch nicht gefüllt. Die leicht eingeknickte Beinstellung kommt noch nicht richtig zur Geltung. Preisrichter müssen dies unbedingt beachten, ansonsten werden die Jungtiere immer unterbewertet. Bereits im ersten Jahr fertige Tiere entwickeln sich häufig nicht mehr. Ihnen fehlt dann genau das Stückchen Entwicklung für Montauban typischen Länge und körperliche Mächtigkeit im zweiten Jahr. Einfarbige Tiere - außer Weiß - sind meistens etwas kleiner – Preisrichter bitte dies berücksichtigen!

Die Flügel können auf dem Schwanz ruhen oder wenigstens am Schwanzgefieder anliegen, dürfen nicht kreuzen. Dauerhaft unter dem Schwanz getragene Flügel sind zu strafen. Schwungfedern sollen nicht zu schmal sein, auch dürfen sie nicht nach außen wegstülpen.

Achtung! Rückendeckung ist kaum möglich, doch muss der Schwung dann mit seiner Oberkante wenigsten eine leichte Neigung zum Körper erkennen lassen. Was bei anderen Rassen stülpen ist, kann bei Montauban meist noch toleriert werden.

Eine gute Montaubantaube mausert fast immer. Es ist fast unmöglich ein voll durch gemausertes rassetypisch großes Tier auf einer Schau zu präsentieren. Die lange und relativ weiche Feder braucht einfach ewig, ehe sie fertig ist. Kleinere und schnittigere Tiere haben damit weniger Probleme. Tiere mit Standardgröße und Form sind leider nie ganz fertig. Dies muss ein guter Richter immer berücksichtigen. Wir wollen nun einmal die Großen! Leider sehen wir genau dieses Problem beim Richten häufig, die kleinen Tiere werden bevorzugt, das ist nicht im Sinne der Rasse.

Haltung: Optimal auf jeden Fall ist Freiflug. Die Tiere werden zahmer und zuchtfreudiger. Bei mir kommen auch Gnadenbrotanwärter in den Freiflug. Dort wird wieder kräftig gezogen, auch wenn die Tiere mitunter schon fern von gut und böse sind. Die Federstruktur verbessert sich und das Verhalten wird friedlicher. Leider kann nicht jeder Zuchtfreund diese Möglichkeit bieten, wohl dem der sich diese Freude erlauben kann. Die Nistzellen müssen geräumig sein und vor Nachbarattacken schützen.

Ich habe allerdings auch schon in Brieftaubenstandardnestern super gezogen, mehr Platz ist aber immer besser. Montauban sind leider in der Verpaarungszeit nicht sehr zart. Ständige Kontrollen zu dieser Zeit sind dringend nötig! Läuft die Saison erst einmal, gibt es kaum Probleme. Wie bei anderen großen Rassen, muss unbedingt nach Zuchtleistung selektiert werden, sonst hat man einen Schlag voller HV und V Tiere, welche nur vereinzelt Junge ziehen, kennen wir ja von anderen Rassen auch, das wollen wir nicht. Ich verpaare ungern Riese mit Riese, sondern häufig einen großen Partner mit einen nicht ganz so großen oder zwei sehr groß veranlagte Jungtiere, die ziehen ein bis zwei Jahre noch gut. Wenn die Tiere älter werden, tritt häufig der Fall ein, dass gut ziehende Tiere einfach zu groß und unbeholfen werden. Dann empfiehlt es sich, einen kleineren bzw. jüngeren Partner anzupaaren.

Ich habe in einem Schlagabteil viele Paare Montauban und noch Paare anderer Rassen, alles geht zumeist gut, wenn man zu Beginn achtgibt. Auch die Zuchtleistung bei dieser Besetzung ist gut. Es sollte aber darauf geachtet werden, daß einige Versteckt- oder Nieschenplätze eingerichtet werden, so dass der etwas länger dauernde Tretakt auch erfolgreich vollzogen werden kann.

Eine hochwertige Fütterung ist Voraussetzung, dass auch zu den Schauen präsentable Tiere zur Verfügung stehen. Bei der Ernährung, sonstigen Versorgung und federschonenden Haltung wird leider viel falsch gemacht! Die Feder braucht sehr lange Reifezeit und zeigt Störungen in der Ausprägung der Gefiederqualität schnell an. Ansonsten stellen unsere Rassen keine besonderen Anforderungen an den Pfleger. Vielerorts werden die Tiere als Einzelpaarabsperrungen gehalten. Dies ist meines Erachtens nicht der Weg in die Zukunft. Dafür werden wir kaum neue Zuchtfreunde begeistern können. Aus diesen Haltungsformen zugeholte Tiere, werden kaum erfolgreich unter normalen Bedingungen züchten. Da Riesentauben lange Reifezeit benötigen, sollte möglichst früh mit der Zucht begonnen werden. Die erste Brut läuft ohnehin immer schwerer an. Junge welche im Juni/Juli schlüpfen, sind kaum zu gebrauchen. Die Zucht sollte nicht unnötig in die Länge gezogen werden, die Aufzucht so großer Tiere erfordert schon einiges an Kraft und sehr gute Versorgung.

 

Hauptrassemerkmal Kopf:

Der mächtige Kopf beginnt mit gewölbter Stirn, geht mit nur leichter Rundung in die Haube über. Die Oberkopflinie sollte lang wirken. Ist der Kopf stark gerundet sackt die Haube nach zu weit nach hinten weg. Verläuft die Kopfoberlinie nach der Stirn fast waagerecht, kann die Haube hoch hinausgehen und den Kopf gut überragen. Je weiter die Haube absackt, umso länger muss die Haubenfeder sein, der Zusammenhalt wird dann oft nicht mehr bestehen können. Kompromisse sind zulässig. Eine Übertreibung wäre dann aber eine eng am Kopf aufliegende Muschelhaube, diese möchten wir nicht, in der Zucht kann man solche Tiere aber zum Ausgleich einsetzen. Die Haubenfeder ist weicher und länger als die anderer Rassen. Häufig haben die Federn bei Montauban noch kleine Haarfederbüschel am Ende aufgesetzt, was den Eindruck eines lockeren Gefieders noch verstärkt. Dies ist auch ein zugelassenes Rassemerkmal und darf nicht beanstandet werden. Natürlich wirkt so eine Haube dann nicht mehr als ganz geschlossen und straff wie es Soultzer Hauben oder die Süddeutschen Farbentauben herrlich präsentieren. Deswegen kann der Ausdruck Muschelhaube auf unsere Rasse so nicht angewendet werden. Optimalerweise steht das Innenfutter fast senkrecht und ist durch die lange Feder recht hoch. So sollte die Haube beschrieben werden. Jeder kann sich dann etwas darunter vorstellen. Unter bestimmten Umständen, die Tiere ziehen die Federn bei Aufregung an, zeigt sich aber bei fast jedem Tier auch die Kimme. Abgestuft sollte dann aber doch gerichtet werden, wenn eine zu dünne Haube vorliegt, d.h. wenige Haubenfedern auch nur wenige Federreihen bilden. Zu kurze Haubenfedern sind nicht rassetypisch.

 Die Haube endet in zwei Rosetten möglichst in Augenhöhe. Derzeit sind wir froh, wenn Rosetten bzw. wirbelähnliche Strukturen erkennbar sind. Manches Tier mit super Rosetten zeigt diese nur bei Handmusterung. Dabei zieht das Tier die Haube an. Erst dann kann die Haube ordnungsgemäß beurteilt werden. Die Schecken lassen die Rosetten schlechter erkennen. Die Farbverteilungen verwischen etwas das Bild. Der genetische Ansatz der Rosetten zeigt sich manchmal nur an im Kopfgefieder quer stehenden Federn. Die Rosette wandert bei diesen Tieren zu weit nach außen und oben, so dass die Rosette nicht mehr in der Haube landet. Bei der Verpaarung mit Tieren welche wirbelähnliche Strukturen im Nacken haben, kann die Nachzucht mit ausgeglichenem Merkmal auftreten. Ausgleichspaarungen funktionieren aber nicht immer, meist kommt es doch zu Asymmetrien. In der Zuchtanlage zeigen sich wunderschön angelegte Rosetten, auf der Ausstellung unter Stress und in warmen Hallen erkennt man seine eigenen Tiere oft nicht mehr wieder. Keine Rosetten mehr, manchmal selbst bei Handmusterung nicht. Die Rosetten sind da, der Preisrichter kann aber nun einmal nur das richten, was er vor Augen hat. So wundert sich manch einer (auch ich nicht selten), wie die hoch erwartete Bewertung völlig anders ausfallen kann. Schaue ein jeder dann bitte genau hin. Der PR sieht die Tiere natürlich nur innerhalb einer kurzen Zeitspanne und muss dann richten. Einen Tag später würde derselbe PR ganz anders urteilen, wir Züchter auch – seien wir doch ehrlich! Wichtig ist es auch, dass die Rosettenlage möglichst gleich ist, einseitige große Abweichungen vererben sich hartnäckig.

Schnabelfarbe für mich absolut kein Thema. Im zukünftigen EE-Standard, zumindest beim Montauban, auch kein Thema. Kräftig und nicht zu lang ist wichtig.

Vielreiigkeit der Haubenfedern mit geschlossener Haube ist angestrebt, wenige kommen da heran.

Die Ziele setzen wir uns innerhalb des Sondervereines. PR welche in diesen Klassen richten, sollten sich beim SV erkundigen, wo die Rasse gerade steht. Fehlurteile bei seltener gezüchteten Rassen wiegen doppelt schwer, im unglücklichsten Fall zerstört man damit ganze Zuchten und schädigt Rassen auf längere Zeit.

Gefiederfarbe und Zeichnung:

Farbverteilung ist für uns unwichtig, nur sollten bei Zweifarbigen schon mehr als eine weiße Feder vorhanden sein. Auch von außen sollte klar ersichtlich sein, dass es sich um ein zweifarbiges Tier handelt und nicht um ein schilfiges einfarbiges Tier. Bei Rot und Gelb und deren Schecken hat ein sehr stark blauer Rücken nichts zu suchen. Leichter Anflug ist gestattet. Die Farben sollten möglichst rein und satt sein, bei der Federlänge ein frommer Wunsch! Bewertung immer unbedingt nach Wichtung der Hauptrassemerkmale!!!

Die Farbe ist bei den Montauban nachrangig!

Wichtung: Körperform mit Länge und Breite, Kopf mit Stirnanstieg Haube mit Rosetten, alles andere weit später.

Dieser Beitrag soll auch den Preisrichtern die Arbeit erleichtern. Toleranz bei der Bewertung und das Besinnen auf die Hauptrassemerkmale ist schon der Weg zu einer guten Bewertung der Riesentauben. Hier gibt es bereits genügend Kritikpunkte zur Abstufung, diese sollten dann auch genutzt werden. Hat man die Hauptrassemerkmale als Basis hergenommen, wird in den nachrangigen Merkmalen ein Fehlgriff mit Freude verziehen! Wir benötigen viele interessierte PR, da unsere Basis da einfach zu dünn ist!

Alle Rassen mit vielen Merkmalen haben ähnliche Probleme. Alles geht nun einmal nicht auf ein Mal. Größe und Länge zählen, nicht wer die Haube besser putzt! An dieser Stelle muß gesagt sein, sichtbares Putzen der Haube ist nicht akzeptabel, verstößt auch gegen die AAB! Gemeint ist vor allen das Bescheiden der Oberkopffedern, welche auf das Haubenfutter teffen. Wir züchten Riesentauben, keine Farbentauben. Sie sehen es mir hoffentlich nach, daß ich mich bei den wichtigen Merkmalen wiederholt habe, das war bezweckt.

 

Einige meiner Zuchterfahrungen sind:

  • Nicht nur die großen alten Schiffe zusammenpaaren, man erwartet viel und bekommt nur wenig heraus.

  • Die 0,1 soll auch als Solche erkennbar sein. Auf eine große 0,1 ruhig auch einen straffen jüngeren 1,0 setzen. Bei Jungtauben kann das Verpaaren sehr großer Tiere aber noch gut gehen. Geduld, nicht jeder mag sich auf anhieb.

  • Nachzuchttiere der guten Eltern zeigen gesundheitliche Probleme – sofort auseinanderpaaren!!! Mit einem anderen Partner kann das besser klappen. Vitalitätsgene passen nicht immer zueinander!

  • Rosetten können mit weiter hinten sitzenden Wirbeln kombiniert werden, dies ist umso wichtiger, wenn Rosetten nur noch schlecht erkennbar bzw. nur noch als quer stehende „Eulenfedern“ zu sehen sind. Leider fällt aber auch viel Ausschuss mit unsymmetrisch ansetzenden Rosetten an, diese sind nur bei überragender Körpergröße in der Zucht belassen.

  • Schmale, aber hohe Hauben sind verwertbar, diese mit vielreihigen nach vorne gezogenen Hauben (Muschelhauben) verpaaren, schmale Hauben niemals mit ähnlichem Haubentyp kombinieren, die Hauben werden dann immer dürftiger oder schief. Kurze Haubenfedern können mit sehr lockeren, aber sehr langen Haubenfedern kombiniert sein, müssen dann aber vielreiig sein.

  • Farbverteilung ist irrelevant, aufpassen bei Tieren mit weißem Kopf, oft kommen Irisfehler mit Dunkeleinlagerungen vor.

  • Nicht zwei helle Schecken (Schimmel) zusammenpaaren, Weiß breitet sich aus. Die Tiere werden dann fast weiß, reinerbige Schimmel sind fast weiß.

  • Schmale Tiere und Tiere ohne Körpertiefe = Abstand zwischen Schulteransatz-Brustbeinkammbeginn sind züchterisch wertlos – Achtung Rücksicht bei Jungtieren!

  • Stark blaustichige Tiere, vor allem im Rückenbereich bei Rot oder Gelb, nur mit Bedacht einsetzen, die Eignung zur Einkreuzung der Lackfarben untereinander leidet sonst. Diese kann man allerdings in Dun und Schwarz einsetzen.

Tiere mit folgenden Mängeln sind in keiner Zucht sinnvoll zu integrieren:

Tiere mit mangelhafter Vitalität, völlig rosettenlose Tauben bei Montauban, sehr schiefe Hauben, schmale Federn, hinten spitz zulaufender Körper, zu schwache Tiere, fehlende Bürzeldrüse, Federmissbildungen bei Jungtieren.

Bietet man den Montaubantauben entsprechende Bedingungen, werden ihnen diese außergewöhnlichen Tiere viel Freude bereiten, ob Freiflug oder Volierenhaltung. Meine als Geräteschuppen gedachte Häuschen sind mittlerweile auch alle taubenbesetzt, es geht mehr als Sie glauben! Lassen Sie sich durch uns beraten! Auch in einem kleinen Garten kann man mit viel Freude einige Paare halten. Vielleicht sind gerade Montauban Tauben diese außergewöhnlichen Tauben genau die Ihren. Wir als SV empfangen Sie sehr gern mit offenen Armen. Damit haben Sie immer etwas ganz Besonderes und Beeindruckendes!

Schauen Sie auch auf unsere SV Homepage  www.sv-montauban-ungarischeriesentaube.de , die Seite ist mit vielen Informationen und Fachbeiträgen gespickt, trotz mäßiger Aktualität. Wir freuen uns auf Dich! Bitte schaut beim Siegerring 2026 hier in Leipzig bei uns vorbei! 

 

Vorsitzender des SV: Maik Löffler, 96268 Mitwitz, Kronacher Str. 33, Tel:  09266-9777, für Whats-App: 01727185821, Fax: 9778, E-Mail: info@tierarzt-loeffler.de, Homepage: www.tierarzt-loeffler.de,

 
 
 

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