Zuchtwartbericht Matthias Beutel, Jahresbericht 2018 – JHV am 02.04.2019

                                                                            

Die Jungen Tauben sind da!

 

Für den Züchter beginnt nun eine spannende Zeit voller Hoffnung auf erfolgreiche Nachzucht.

Seit Generationen wird diskutiert wann die richtige Zeit der Anpaarung ist.

 

Ich meine das ergibt sich aus folgenden Gesichtspunkten: 

 

  • Der gezüchteten Rasse, hier bestehen von Rasse zu Rasse erhebliche Unterschiede im Wesen und den            körperlichen Voraussetzungen.

  • Den örtlichen Gegebenheiten, hier spielen die Platzverhältnisse, Ruhe und Ordnung eine wichtige Rolle.

  • Den Witterungsverhältnissen, hier hat der Züchter keinen Einfluss.

 

Eine Garantie für den Erfolg gibt es nicht und erfahrene Züchter wissen wann der richtige Zeitpunkt für den Zuchtbeginn ist. Bei sehr frühzeitigen Zuchtbeginn besteht immer die Gefahr, dass die Jungtauben erkalten und dadurch klamm werden. So können sie nicht mehr nach Futter betteln und die Alttiere geben die Nachzucht auf. Das hat die Natur so eingerichtet.

 

Nach dem Legen des ersten Eies steht die Täubin schützend auf dem Nest, das geschieht in der Regel abends. Einen Tag später in den frühen Vormittagsstunden kommt das zweite Ei dazu. Nun sollte das Taubenpaar fest brüten bis am 17. / 18. Bruttag der Schlupfprozess beginnt. Das Embryo bringt sich in die richtige Position zum Öffnen des Eies. Der Dottersack wird eingezogen und der Kopf des  Kükens befindet sich im Ei unter dem Flügel.

Während des Schlupfvorgangs entwickeln die Elterntiere die Kropfmilch als erste Nahrung. Diese ist so nahrhaft, dass die Küken in 34 Stunden ihre Körpermasse verdoppeln. Kropfmilch wird noch bis zum 12. Lebenstag mit abnehmendem Anteil gefüttert. Nun nimmt die Intensivbetreuung ab und die Elterntiere verlassen des Öfteren das Nest. Die Jungtauben entwickeln Federkiele, in diesen Tagen ist die Gefahr des erkalten der Jungtauben enorm groß. In den Sommermonaten passiert das nicht.

 

Am 21. Lebenstag ist die Jungtaube weitestgehend befiedert.

 

Ab dem 30. Lebenstag können die Jungtauben abgesetzt werden. 

 

Wenn sie nach Futter betteln, füttern die Alttiere oft auch fremde Jungtiere weiter.

 

Junge Tauben lernen in der Regel schnell das Aufpicken der Futterkörner und das Trinken. Die Bereitstellung von Futter in der Nistzelle kann hilfreich sein.

 

Ab dem 50. Lebenstag beginnt die Mauser der Jungtiere und der Züchter muss die weitere Entwicklung stets im Auge haben. 

 

Die Belastung für den Organismus ist groß, wenn Stressfaktoren im Schlag dazukommen kann es schnell gesundheitliche Beeinträchtigungen geben. Überbelastung der Taubenschläge ist durch zielgerichtete Selektion zu vermeiden.

 

Auch in den Sommermonaten ist ein zugfreier, trockener Taubenschlag wichtig.

 

Nur gesunde Tauben ermöglichen Zuchterfolge!

 

Ich wünsche allen Taubenzüchtern eine erfolgreiche Zuchtsaison.

 

Matthias Beutel

Bericht hier zum Download                                                


 

Bildtafeln zur Jahreshauptversammlung hier zum Download                                                


 

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